Muskelaufbau für Frauen Teil 2

In Teil 1 dieser Serie haben wir bereits erläutert, wie Frauen Bodybuilding funktioniert, wobei es keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen Muskelaufbau für Frauen und Männer gibt. Nun geht es mit diesem spannenden Thema weiter!

Keine Angst vor Muskelaufbau

Obwohl bereits erläutert wurde, dass ein Umdenken stattfindet, ist die neue Denkweise noch längst nicht bei allen Menschen angekommen. Nach wir vor lässt sich auf Aussagen treffen, wie etwa:

„Ich will keine breiten Schultern bekommen.“
„Schwere Gewichte machen unweiblich.“
„Mit vielen Wiederholungen kann man die Muskeln definieren.“

Tatsächlich handelt es sich bei solchen Sätzen um Mythen, die nur schwer auszutreiben sind. In Wirklichkeit haben Frauen keine Chance, Muskeln so schnell und in großem Umfang aufzubauen, dass sie plötzlich zu maskulin werden. Dies liegt schlicht und ergreifend an den genetischen Veranlagungen: Der weibliche Körper hat kein großes anaboles – also aufbauendes – Potential, was in erster Linie am Hormonhaushalt liegt. Vor allem das Hormon Testosteron wird im Weiteren noch genauer unter die Lupe genommen.

Ein Gedankenspiel

Ein Gedankenspiel verdeutlicht diesen Umstand: Unzählige Männer besuchen mehrmals wöchentlich ein Fitnessstudio, bewegen dort schwere Gewichte und sehen nach Jahren des Trainings fast genau so aus wie zuvor. Männer wollen Muskeln in großem Maß aufbauen und trainieren hart dafür, aber schaffen es in allzu vielen Fällen nicht. Wie soll dann eine Frau plötzlich – trotz schlechterer Ausgangslage – in kurzer Zeit zu muskulös werden? Es liegt auf der Hand, dass eine Frau nicht nach wenigen Trainingseinheiten plötzlich Berge an Muskeln aufgebaut hat, was viele Männer in ihrer gesamten Trainingskarriere nicht bewerkstelligen.

Falls eine Frau tatsächlich gut auf das Training reagiert und schnelle Erfolge verzeichnen kann, die sie sich aber nicht wünscht, genügt es, das Training zu reduzieren oder ruhen zu lassen. Nach etwa 2 Wochen ohne Belastung setzt allmählich der Muskelabbau ein. Leider schwinden die Erfolge schneller als sie kommen.

Ausflug Testosteron

Testosteron ist ein bekanntes (Sexual-)Hormon, das sowohl im männlichen als auch weiblichen Körper anzutreffen ist. Es ist beispielsweise für den Muskelaufbau, die Fettspeicherung, den Haarwuchs, die Knochenneubildung oder die Libido verantwortlich. Der Testosteron-Spiegel unterliegt Schwankungen und verändert sich bereits im Tagesverlauf. In der Regel ist er morgens nach dem Aufstehen sehr hoch und erreicht am Nachmittag seinen Tiefpunkt. Obwohl die Produktion von Testosteron auch auf natürlichem Weg, etwa durch bestimmte Nahrungsmittel, beeinflusst werden kann, handelt es sich um ein beliebtes Dopingmittel im Fitnesssport. Als Nebenwirkungen ist hierbei allerdings vor Schäden diverser Organe zu warnen, beispielsweise der Leber, der Nieren oder des Herzens. Wir sind zwar keine Experten für das Thema Doping, lehnen den Gebrauch illegaler Mittel aber vehement ab.

Frauen verfügen im Schnitt über 20-fach weniger Testosteron als Männer. Muskelaufbau für Frauen ist somit bezüglich dieses Hormons wesentlich schwieriger. Dopen Frauen mit Testosteron, erlangen sie zwar mehr Muskeln, leider aber auch den anderen Auswirkungen des Hormons, etwa verstärktem Haarwuchs oder einer tieferen Stimme.

Lesen Sie in Teil 3 mehr über den Körperfettanteil und die Hormonlage.

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