Du machst doch keine Isolationsübungen, oder?

Du machst doch keine Isolationsübungen, oder?

Es ist immer wieder das gleiche Spiel. Fast jeder Mann im Fitnessstudio macht Bizeps-Curls oder verbringt unzählige Sätze am Butterfly-Gerät. Viele Frauen schwören auf die Adduktoren-Maschine oder machen Crunshes ohne Ende. Vielleicht gehörst auch du zu diesen Gruppen und machst damit wahrscheinlich einen groben Fehler. Warum erklären wir hier.

Was sind Isolationsübungen?

Isolationsübungen oder kurz Isos sind Übungen, bei denen ein Muskel möglichst isoliert trainiert wird. Bei Bizeps-Curls ist es der Bizeps, beim Butterfly-Gerät ist es die Brustmuskulatur. Crunshes trainieren die gerade/vordere Bauchmuskulatur und die Adduktoren-Maschine eben die Adduktoren an der Innenseite der Beine. Dies hört sich zunächst nicht schlecht an und hat auch eine Daseinsberechtigung. Wer speziellen Wert auf bestimmte Muskeln legt oder Defizite ausgleichen möchte, trifft mit den entsprechenden Isos die richtige Wahl. Allerdings gibt es auch schwerwiegende Aspekte, die gegen Isos sprechen.

Nachteile von Isolationsübungen

Ein entscheidendes Argument gegen Isolationsübungen ist das Trainingsgewicht. Niemand bewegt bei Bizeps-Curls mehr Gewicht als beim Kreuzheben oder Langhantel-Rudern, bei denen der Bizeps auch beteiligt ist. Ähnlich verhält es sich mit der Kniebeuge, die einen deutlich höheren Trainingsreiz für die Beinmuskulatur bewirkt als die Adduktoren-Maschine. Man darf hierbei nicht das eingestellte Gewicht an der Adduktoren-Maschine betrachten, da dieses Gewicht nicht direkt sondern durch eine Art Flaschenzug-System auf die Beine wirkt. Einen ausführlichen Artikel zu Grundübungen findest du auf unserem Partner-Blog.
Ein weiterer Punkt ist schlicht, dass Isolationsübungen nicht funktional sind. Sie haben nichts mit Alltagsbewegungen zu tun.
Nicht zuletzt muss auch der Zeitaufwand betrachtet werden. Wer vielleicht zwei- oder dreimalig pro Woche trainiert, kann mit Isolationsübungen kaum alle Muskeln ausreichend oft trainieren. Dies funktioniert nur mit Grundübungen. Ein Beispiel: Während die Beine mit Kniebeugen und Ausfallschritten bereits umfassend trainiert werden können, sind bei alleinigem Einsatz der Isos folgende Maschinen nötig: Beinstrecker-, Beinbeuger-, Adduktoren-, Abduktoren-, Waden- und Rückenstrecker-Maschine. Zwei komplexe Übungen können somit sechs Isolationsübungen ersetzen.

Warum machen Profis so viele Isolationsübungen?

Einfache Antwort: Weil es Profis sind! Profis sind bereits so gut trainiert, dass sie sich sehr fokussiert um einzelne Muskeln kümmern müssen. Außerdem trainieren Profis teilweise zweimal pro Tag und haben damit genug Zeit. Nichtsdestotrotz bauen auch Profis die Grundübungen ein. Jeder Profi führt Bankdrücken, Kreuzheben und Kniebeugen aus. Die Isolationsübungen sind lediglich eine Ergänzung. Da du aber wahrscheinlich kein Profi bist, solltest du dich auf die Basis konzentrieren und nicht schon an den Feinheiten arbeiten.

Isos sind nur einer der vielen Fehler, die ein Großteil der Fitness-Sportler immer wieder begeht. Wir können dir helfen, Fehler zu vermeiden. Hier geht es zum Kontaktformular!

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Mein Name ist Peter Schäfer, Sie sehen mich links auf dem Profilbild und ich bin Ihr Personal Trainer bei Octofit. Seit 2015 mache ich Kunden in meinem eigenen Studio gesünder, fitter und attraktiver. Eine individuelle Beratung oder ein Probetraining können Sie bequem hier vereinbaren. Ich freue mich auf Ihren Besuch!

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